8 ter Tag
4 ter Tag der Campertour
Fahrtstrecke:

Die kurze Gravelroad zum Highway zurück und dann rechts nach Grafton, dort links auf den Pacific Highway No.1 nach Ballina und weiter Richtung Byron Bay, die erste Abfahrt nach Byron Bay und der Straße folgen, durch Byron Bay hindurch ( östlichster Punkt des australischen Festlandes ) und nach Ewingsdale um dort wieder auf den Pacific Highway zu kommen. Weiter Richtung Norden bis Murwillumbah. Dort links über die Brücke in den Ort hinein. Auf der Straße bleiben und weiter nach Bray Park und Uki. Kurz vor Uki geht es dann rechts zum Mount Warning.



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Streckenlänge: ca. 320km
Streckenbeschaffenheit:
Alles geteerte Straße, außer den 10km aus dem Gibraltar National Park zum Highway zurück.

Wir wachten morgens bereits gegen 6Uhr30 auf und hörten wie Regentropfen gegen unser Camperdach klopften. Mist, Regen. Dabei hatten wir uns für diesen morgen einen Bushwalk durch den Regenwald zu den Creekwasserfällen vorgenommen. Aber bei Regen? Nun, zuerst schaute ich jedoch mal nach den Wallobies von gestern Nacht. Denen war es wohl auch zuBitte Bild klicken für Vergrösserung naß, denn es war nichts von ihnen zu sehen. Nun gut, wir machten uns erst mal ein Frühstück und einen Kaffee. Dann sieht die Welt auch bei Regen wieder freundlicher aus. Nach dem Frühstück beschloß ich, trotz des Regens zumindest mal bis zum Creek zu gehen. Das konnte nicht weit sein, denn ich hörte das Wasser rauschen und laut Karte konnten es höchstens 1000mtr sein. Ich zog mir also die Windjacke an und maschierte den Wanderweg los. Nach etwa 800mtr kam eine Abzweigung zum Creek. Die ging ich hinein und nach 50mtr stand ich an dem Ufer. Der Creek war ein kleiner Fluß, in dessen Lauf sich viele kleinere und auch große Felsbrocken angesammelt hatten und so den Lauf des Flusses immer wieder einschränkten. Dadurch entstanden kleine Wasserfälle und Nadelöhre, durch welche sich dasBitte Bild klicken für Vergrösserung Wasser hindurchdrängte. Wegen der hohen Luftfeuchtigkeit bildete sich überall eine knapp über dem Boden schwebende Nebeldecke und man fühlte sich allein in der wilden Natur. Ich ging ein Stück flußabwärts am Ufer entlang und genoß den leicht gespenstischen Anblick. Nach etwa 100mtr ging wieder ein kleiner Trampelpfad die Böschung hinauf in den Regenwald. Ich ging diesen hinein in der Annahme, daß der Weg auch wieder auf den Wanderweg, welchen ich hergekommen bin, führte. Tatsächlich, nach 100mtr gelangte ich wieder auf den Wanderweg und da stand sogar ein Wegweiser, "Picknickarea this Way". So ging ich los durch den tropischen Bitte Bild klicken für VergrösserungRegenwald. Der Weg wurde immer schmaler und das Dickicht wuchs immer mehr in den Weg hinein. Also irgendwas stimmt nicht, dachte ich mir. Doch da, wieder ein Schild mit dem Hinweis auf die Picknickarea. Stimmt also doch, dachte ich mir. Ich lief und lief, der Wald wurde dichter und dichter. Wer meint, das es einfach sei sich im Regenwald zu orientieren, der war noch nie in einem. Egal wo man hinschaut, es kommt einem alles irgendwie bekannt vor. Nur nicht den Weg verlassen. Nach einer ganzen Weile gelangte ich auf eine Lichtung und da war sie, die Picknickarea. Nur hatte die Sache einen Haken. Es war nicht die Picknickarea, wo unser Camper stand und meine Frau bestimmt schon warten würde. Mist. Also doch falsch gelaufen. Ich schaute michBitte Bild klicken für Vergrösserung um und sah eine Bushwalkkarte. Dort sah ich, welchen Fehler ich gemacht hatte. Nur einmal falsch abgebogen und schon war es passiert. Der Rückweg war mit 2km distanziert, was so weit bin ich schon gelaufen. Na dann aber nichts wie zurück. Der Rückweg zog sich wie Kaugummi. Es nahm und nahm kein Ende. Doch nach etwas 20min strammen Fußmarsches, kam die ersehnte Picknickarea mit dem Camper. Na, Gott sei dank. Ich war mittlerweile klatsch naß und durchgeschwitzt. Meine Frau wartete schon auf mich und gab mir erst mal ein paar trockene Klamotten. Ich nahm sie, schnappte mir ein Handtuch und ging zu den Duschen der Picknickarea. Einfache Gebäude, mit nur kaltem Wasser. Saukaltem. Zähne zusammenbeißen und drunter. Brrr. War das kalt. HöchstensBitte Bild klicken für Vergrösserung 10Grad. Aber wenn man wieder aus der Dusche geht wird es einem dann schön warm. Die frischen Klamotten angezogen und schon war man wieder ein neuer Mensch. So, nun aber nichts wie hinter das Steuer und ab zum nächsten Ziel. Wir fuhren also nach Grafton Richtung Küste in der Hoffnung das es das regnen dort aufhören würde. In Grafton angekommen schüttete es immer noch aus allen Eimern. Also weiter auf dem Pacific Highway nach Ballina. Es wollte einfach nicht das Regnen aufhören. Unterwegs machten wir noch an einer alten Fährstation an einem Fluß halt und genehmigten uns einen kleinen Snack. Wieder zurück auf dem Highway, fuhren wir bis Byron Bay. Eines der unzähligen Bitte Bild klicken für VergrösserungSurferparadiese an der Ostküste, genauer gesagt an der Goldkost. Durch den Ort selbst fuhren wir nur durch, die unzähligen Surfshops interessierten uns wenig, da wir beide keine Surfer sind. Nach Byron Bay, hielten wir noch einmal kurz an einem Lookout und schauten auf einen kilometerlangen Strand und den Pacific mit seinen Wellen. Ein schöner Anblick, nur die Sonne fehlte, denn es regnete immer noch. Bei schönem Wetter wären wir sicherlich zum Strand gegangen und hätten uns ein wenig die Sonne auf den Bauch brennen lassen, aber so? Wir fuhren also weiter, tankten in einer winzigen Ortschaft am Rand des Highways unseren Camper wieder auf und tranken noch mal einen Kaffee. Im Coffeeshop der Tankstelle gab es einige Informationsbroschüren über diese Gegend und so erfuhren wir, das es ganz in der Nähe, nur 20km von der Küste entfernt,Bitte Bild klicken für Vergrösserung einen National Park gibt, am Fuße eines erloschenen Vulkans und inmitten von einem Regenwald. Da es schon fast 16Uhr war, beschlossen wir dort hin zu fahren und uns ein Nachtlagerplatz zu suchen. Zuvor hielten wir noch an einem Supermarkt und kauften alles ein, um uns abends ein Chilli zu machen. Der National Park war direkt am Mt.Warnig und als wir in den Park einbogen, befand sich gleich zu Anfang ein Campingplatz, welcher recht schön aussah, jedoch auch schon ziemlich voll war. Wir fuhren also erst mal weiter in den Park hinein, erreichten eine Picknickarea, jedoch ohne Toilette und weiter oben war nur noch ein Parkplatz, von dem die verschiedenen Wanderwege abgingen. Also wieder zurück. Doch auf den Campingplatz? Auf der Karte war noch ein Stausee eingezeichnet. Nicht weit weg. Höchstens 10km. Also erst mal dort hin, vielleicht ist dort noch was besseres. Der Stausee Clarrie Hall war zwar sehr schön und idyllisch gelegen,Bitte Bild klicken für Vergrösserung aber leider wies ein Schild darauf hin, das hier Campen verboten ist. Somit drehten wir wieder herum und fuhren nun doch zum Campingplatz. Kurz bevor wir den Platz erreichten, waren sie plötzlich wieder da. Känguruhs, und gleich 6 oder 8 davon. Direkt am Straßenrand. Bisher haben wir sie immer nur Nachts oder in der späten Dämmerung gesehen, doch diesmal war es noch hell und nun kam meine Frau auch endlich zu ihrem Photo. Danach fuhren wir in den Campingplatz und stellten fest, das er doch nicht so voll war, wie es von außen den Anschein hatte. Platz in hülle und fülle. Wir konnten ihn uns sogar Rauschen. Ich wählte einen, der nicht so weit von der Toilette entfernt ist und mit Stromanschluß, damit ich alle unsere Geräte mal wieder so richtig aufladen konnte. Außerdem konnte ich hier nun meinen Wassertank wieder befüllen. Der Campingplatz verfügte sogar über einen Tennisplatz und ein Swimmingpool und, das war das wichtigste, über einen eigenen Waschsalon mit Trockner. Da hatten wir die Gelegenheit unsere Sachen mal wieder zu waschen. Und diese Gelegenheit nutzten wir auch. Zwischendurch kochten wir dann noch unser Chilli und aßen gemütlich zu Abend. Dann riefen wir noch mit dem Handy und dem Laptop unsere Emails ab um zu sehen, ob unser Reiseveranstalter etwas wegen der Versicherung unternommen hat. Doch leider keine Nachricht von ihm. Es war mittlerweile schon 10Uhr abends und so gingen wir ins Bett.

Wetter: ca. 23Grad, nur einmal Regen, aber von morgens bis abends.