9 ter Tag
5 ter Tag der Campertour
Fahrtstrecke:

Vom Mount Warning National Park wieder nach Uki und Teragon. Dann nach Kunghur. Kurz vor Kunghur links ab zur Doon Doon Farm am nördlichen Ende des Lake Clairre Hall ( schönes Naherholungsgebiet ). Wieder zurück und nach Kunghur weiter. Dort der Straße folgen zum Lamington National Park ( Achtung: ab hier sehr schlechte Piste ). Dort bis zu den Wasserfällen, dann wieder umdrehen und den gleichen Weg zurück bis kurz vor Teragon. Hier links ab nach Brays Creek ( gute Gravelroad, bei Nässe etwas rutschig ). Weiter nach Tyalgum und dann nach Chillingham. Hier links ab zur Natural Bridge. Der Straße folgen, über die Staatsgrenze nach Queensland und dann nach etwa 15km rechts zum Natural Bridge National Park. Wieder zurück auf die Hauptstraße und weiter nach Advancetown. Von dort nach Nerang um hier wieder auf den Pacific Highway No.1 zu fahren. Diesen bis nach Brisbane folgen. Um in die City zu kommen Richtung Southbanks und Victoria Bridge fahren.



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Streckenlänge: ca. 300km
Streckenbeschaffenheit:

Die Strecke im Lamington National Park ist eine schlechte mit Schlaglöchern übersäte Piste, der Weg von Teragon nach Brays Creek ist eine Gravelroad, welche gut ausgebaut und planiert ist, jedoch bei Nässe rutschig sein kann. Die übrigen Straßen sind alle geteert, wobei es sich aber meistens um schmale Nebenstraßen handelt.

6Uhr30 morgens. Meine Frau weckt mich ganz aufgeregt. "Schnell steh auf, Känguruhs direkt vor unserem Camper". Und tatsächlich, gleich 4 auf einen Haufen und davon ein kleines Baby.Bitte Bild klicken für Vergrösserung Klasse. Endlich können wir ein paar Photos aus der nähe machen. Wir also ganz leise aus dem Camper gekrabbelt, die Känguruhs beobachteten uns etwas argwöhnisch dabei, blieben jedoch sitzen. Wir schossen erst mal einige Photos aus etwa 10mtr Entfernung und gingen dann langsam näher. Ganz langsam näherten wir uns ihnen und sie blieben sitzen. Meine Frau versuchte eines mit etwas Weißbrot zu füttern und das Känguruh nahm es an. Es gelang ihr sogar es mal kurz zu streicheln. Klasse. Wir beobachteten die Känguruhs etwa eine halbe Stunde lang, sie blieben immer in einem Umkreis vonBitte Bild klicken für Vergrösserung etwa 20mtr um unseren Camper. Wer beobachtet hier eigentlich wen, fragte ich mich. Wir bauten dann unseren Campingtisch vor dem Camper auf und machten unser Frühstück. Während des gesamten Frühstückes und auch noch danach blieben die Känguruhs in unserer Nähe. So gefiel uns das. Frühstück mit den Känguruhs. Gegen 9Uhr30 packten wir dann unsere Sachen zusammen und verließen die Känguruhs und den Campingplatz. Nicht das jemand meint, die Känguruhs wären Bestandteil des Campingplatzes, nein, sie kommen Nachts oder am Frühen Morgen von den umliegenden Bergen herunter und suchen sich eine frische Wiese zum grasen. Wir also nun los zurück zum Highway, um zu unserem nächsten Etappenziel zu fahren. Brisbane. Wir beschlossen nicht wieder zurück auf den viel befahrenen Pacific Highway zu fahren, sondern uns lieber über einige kleinereBitte Bild klicken für Vergrösserung Nebenstraßen unseren Weg zu suchen. So fuhren wir dann in Richtung des Lamington National Park, da auf unserer Karte dort eine Straße eingetragen war. Die Straße fanden wir auch, doch konnte man das Straße nennen? Wirklich nicht. Wir versuchten es trotzdem und fuhren den Weg in den Lamington National Park. Wir wollten zumindest bis zu den eingezeichneten Wasserfällen kommen. Doch nach etwa 2km und der ersten Flußdurchfahrt beendete ich dieses Drama. Der arme Camper, wenn das so weiter geht, zerfällt er einfach. Also umgekehrt und wieder raus aus dem National Park. Schade. Aber wenn es nicht geht, geht es nunmal nicht. Wir suchten uns nun einen anderen Weg und auf der Karte war noch eine Straße in unserer Richtung eingezeichnet. Also ein Stück zurückBitte Bild klicken für Vergrösserung den Weg den wir gekommen sind und dann abgebogen nach Bryans Creek. Die Straße war wenigstens geteert. Wir fuhren über einige etwas abenteuerliche Holzbrücken und die Straße stieg immer mehr an. Wir gelangten wieder in einen tropischen Regenwald. Und es kam wie es kommen mußte. Der Teer endete und es wurde wieder eine Schotterpiste, zwar gut präpariert, aber eben Schotter. Die Aussie`s nennen diese Art der Straße übrigens "Gravel Road". Wir fuhren weiter, denn mit der Art der Straße hatten wir ja schon Erfahrung und wenn man etwas langsamer fährt, ist es eigentlich kein Problem unbeschadet den Weg zu überstehen. Man muß nur auf Schlaglöcher aufpassen und in den Kurven langsam machen. Dies gilt besonders wenn es geregnetBitte Bild klicken für Vergrösserung hat, denn dann wir es etwas rutschig. Wir schraubten uns also immer weiter in die Höhe und ich hatte etwas bedenken vor der Abfahrt. Der Weg war naß, denn es hatte die Nacht immer wieder geregnet. Es ging immer weiter in den tropischen Regenwald und immer weiter in die Höhe. Trotzdem waren vereinzelt immer wieder kleine Farmhäuschen zu sehen. Was machen die Leute hier fragte ich mich. Wir erreichten die Passhöhe und von nunan ging es bergab. Ich legte einen kleinen Gang ein und fuhr vorsichtig weiter. Doch, oh Wunder, nach vielleicht einem Kilometer war die Straße wieder Asphaltiert. Glück gehabt. Weiter ging es durch ein wunderschönes grünes Hochtal, durch verschlafene kleine Orte mit höchstens 50 Einwohnern und immer wieder tropischem Regenwald. Unser Ziel war Chillingham Store. Ein kleiner Laden in der Wildnis, der schon 1912 geründet Bitte Bild klicken für Vergrösserung wurde und noch heute die Bevölkerung in dieser Gegend versorgte. Dort angekommen machten wir erst mal eine kleine Pause. Der Duft von frischen Burgern stieg uns in die Nase und tatsächlich, im hinteren Teil des Ladens, kochte die alte Dame des Hauses frische Burger. So kamen wir auch gleich zu unserem Lunch. Nach dem Essen ging es weiter Richtung Queensland. Das Sträßchen schlängelte sich immer am Creek entlang durch das Tal und plötzlich stand da ein Schild "Border". Dies war denn wohl die Grenze zwischen New South Wales und Queensland. Also in Queensland waren wir nun schon mal angekommen. Wir folgten der Straße weiter bis zum National Park Natural Bridge. Dort wollten wir unseren nächsten Stop machen. Nach 10km erreichten wir die Abzweigung und fuhren in den National Park. Wir parkten unseren Camper am Parkplatz und gingen zu Fuß zuBitte Bild klicken für Vergrösserung Natural Bridge. Hier hatte sich ein kleiner Fluß im laufe der Zeit durch den Felsen gefressen und so entstand eine Grotte, durch die der Fluß floß. Nun, nicht gerade ein absolutes Naturwunder, aber recht nett anzuschauen. Beeindruckend fand ich jedoch, das durch die Ranger überall Erklärungstafeln und Schautafeln aufgestellt wurden, so das man genau über das Ereignis informiert wurde. Dies ist mir bei allen Nationalparks aufgefallen und ich finde es absolut gut. Da sollten sich mal die Forstverwaltungen bei uns in Europa ein Beispiel nehmen. Als wir dann wieder beim Camper angekommen waren, fuhren wir weiter Richtung Brisbane. Da es mittlerweile bereits 3Uhr war, beschlossen wir wieder auf den Pacific Highway zu fahren, denn ich wollte mich nicht gerade im Berufsverkehr durch Brisbane quälen. Kurz vor 4Uhr erreichten wir so die Ausläufer von Brisbane. Da wir gerne möglichst nahe an der City übernachten wollten,Bitte Bild klicken für Vergrösserung beschlossen wir uns ein Hotel im Innenstadtbereich zu suchen. Also mitten rein in die City mit dem Camper. Die City fanden wir recht schnell, auch viele, meist recht noble Hotels im Innenstadtbereich, aber wohin mit dem Camper. Die Hotels hatten zwar alle Tiefgaragen dabei, aber durch die Höhe von 2mtr50 des Campers leider nicht für uns geeignet. Das nächste Problem war, daß im gesamten Innenstadtbereich von Brisbane absolutes Parkverbot ist. Am Rand der City fanden wir dann einen öffentlichen Parkplatz in der Romastreet und parkten dort erst einmal. Zu Fuß machten wir uns dann auf zum Informationsbüro von Brisbane in der Cityhall, in der Hoffnung, daß man uns dort ein Hotel empfehlen könnte. Und so war es dann auch. Die sehr netten Damen der Information riefen verschiedene Hotels in der Innenstadt an um festzustellen, ob unser Camper dort eine Parkmöglichkeit hat. Nach 10 min hatten wir dann ein Hotelzimmer. Und durch das Informationsbüro bereits reserviert für uns. Doch das beste kommt noch, dieser Service kostet keinen Cent.Bitte Bild klicken für Vergrösserung Wir bedankten uns und maschierten zurück zu Camper. Verließen den Parkplatz und fuhren zum Hotel "The Saphire". Ein wirklich schönes Hotel, mit großen und komfortablen Zimmern mit Kühlschrank, Klima, TV. Und das beste, das Doppelzimmer kostet nur 75$ die Nacht für 2 Personen. In der Lage absolut billig. Wir checkten ein und zogen uns noch schnell um. Und dann? Ab zum shoppen. Freitags haben die Läden bis 21Uhr auf. Aber irgendwie war meine Frau nicht gut drauf oder sie war einfach zu müde. Die beste Shopperin aus Nürnberg fand einfach nichts was ihr gefällt. Gegen 20Uhr gaben wir dann auf und gingen wieder Richtung Hotel. Nun stellte sich noch die Frage des Abendessens. Wir hatten beide so richtig Lust auf etwas Italienisches. Aber wir fanden einfach keinen Italiener. Massen von Chinesen, Vietnamesen, Inder, Coffeeshops und was es sonst noch so alles an Restaurants gibt, doch keinen Italiener. Mein Frau stoppte dann einfachBitte Bild klicken für Vergrösserung ein Taxi, und der wußte dann tatsächlich ein italienisches Restaurant. Wir fuhren dann also dahin. Albertos. Na das klingt doch schon mal nicht schlecht. Wir gingen hinein und bekamen nach einer kurzen Wartezeit auch einen Tisch. Die nette Bedienung brachte uns zu unserem Tisch und fragte uns irgend etwas in einer Sprache, die unmöglich Englisch sein konnte, aber es wohl doch war. Mein Englisch ist eigentlich recht gut, aber da verstand ich auch kein Wort mehr. Ich bat sie doch etwas langsamer zu sprechen, da wir Deutsche sind, und sie antwortete mir dann doch sehr überraschend in Deutsch. Zwar sehr gebrochen, aber Deutsch. Damit war das Problem auch schon gelöst und unserem Dinner stand nichts mehr im Wege. Wir aßen Lasange und tranken dazu, welch ein Frevel, einen Chianti aus Italien. Danach gab es noch einen Espresso und dann fuhren wir wieder mit dem Taxi zum Hotel zurück. Taxifahren ist übrigens sehr billig in Australien. Wenn man eines braucht, einfach an den Straßenrand stellen und warten. Es dauert meistens nicht lange bis eines kommt. Dann heftig winken und schon hält der Fahrer. So, und so endete also auch dieser Tag.

Wetter: ca. 25 bis 30Grad, heiter bis Wolkig, gelegentliche Schauer