15 ter Tag
11 ter Tag der Campertour
Fahrtstrecke:

Von Town of 1770 zurück nach Agnes Water und dann wieder etwa 20km zurück Richtung Rosedale. Auf dieser Strecke dann rechts nach Miriam Vale abbiegen. In Miriam Vale wieder auf den Bruce Highway No.1 Richtung Gladstone und weiter nach Rockhampton. In Rockhampton auf den Capricorn Highway No.66 wechseln. Weiter nach Blackwater und Emerald. In Emerald am Bahnhof vorbei, dann jedoch nicht der Hauptstraße nach Clermont folgen, sondern gerade aus weiter. Hier geht dann nach ca. 1km links die Straße zum Lake Maraboon ab.



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Streckenlänge: ca. 490km
Streckenbeschaffenheit:
Alles geteerte Straßen, der Capricorn Highway ist jedoch in einem schlechten Zustand, besonders ist auf Schlaglöcher zu achten. Außerdem fahren hier zahlreiche Roadtrains, dadurch wird es manchmal etwas eng. In der Dämmerung ist auf starken Wildwechsel zu achten

Als wir morgens aufwachten in unserer Cabin, hörten wir draußen immer noch den Regen. Nicht mehr stark aber halt Regen. Eigentlich wollten wir hier noch einen Tag bleiben und uns an den Strand legen, aber bei dem Wetter? Nee, wirklich nicht. Also weiterfahren. Wir machten uns noch ein feudales Frühstück mit Schinken und Rühreiern, packten dann unsere Sachen und checkten aus. Wir mußten erst etwa 30km auf der Strecke die wir gekommen waren wieder zurückfahren, bogen dann aber Richtung Rockhampton ab.Bitte Bild klicken für Vergrösserung So gelangten wir wieder auf den Bruce Highway und fuhren diesen bis Rockhampton. In Rockhampton angekommen, fuhren wir in die City, Frauchen brauchte Geld. Also zu einer Bank. Nachdem dies erledigt war, liefen wir noch ein bißchen in der City herum, bevor wir uns entschlossen mal wieder einen Abstecher in das Landesinnere zu machen. Es hatte zwar mittlerweile zu Regnen aufgehört, aber der Himmel war immer noch Wolkenverhangen. Das war das richtige Wetter für einen kleinen Abstecher in die Ausläufer des Outbacks. Wir wählten die Strecke nach Emerald aus, etwa 300km ins Landesinnere. Je weiter wir vorstießen, desto mehr lockerten die Wolken auf, aber desto trostloser wurde auch die Landschaft. Hier, auf diesem Highway, begegneten uns auch die ersten Roadtrains. Dies sind riesige Trucks mit einer Länge von bis zu 60mtr. Es ist schon gigantisch, wie die Trucker diese Kolosse über den schmalen Highway fahren. Wir spulten Kilometer für Kilometer ab,Bitte Bild klicken für Vergrösserung nach Blackwater und Emerald. Emerald ist eine größere Stadt inmitten dieser Einöde. Jetzt fragt man sich, was machen diese Menschen hier? Nun, diese Gegend hat reichliche Erzvorkommen. Kohle, Erze, Gold und reichlich Edelsteine. Als wir in Emerald ankamen, war es mittlerweile schon 17Uhr. Wir machten uns auf die Suche nach einem Campingplatz. Doch mitten in der Stadt wollten wir auch nicht Campen. Am Straßenrand sahen wir ein Schild mit der Aufschrift "lake Maraboon, Holiday Village". Das war es. Dort wollten wir hin. Wir fragten an einer Patrolstation nach dem Weg und machten uns auf. Nach ca.20km erreichten wir den Lake und da war auch ein Campingplatz, sogar ein recht schöner, direkt am See. Ich hielt am Eingang an und ging ins Office. Ein junger Beachboy kam mir schon freundlich lächelnd mit einem "hallo" entgegen. Es war der Platzwart und ich unterhielt mich erst mal etwas mit ihm. Ich zahlte für den Platz und er sagte "place where do you will". Bitte Bild klicken für Vergrösserung Also fuhren wir in den Campingplatz hinein. Bereits hinter der ersten Kurve saß ein Känguruh und einige Peekcocks. Peekcocks sind pfauenartige Vögel. Wir suchten uns ein schönes Plätzchen auf einer Wiese mit Blick zum See aus und stellten unseren Camper dort ab. Nach der langen Fahrt durch die Outbackausläufer mußte ich mich nun erst mal etwas bewegen. Wir gingen zum See runter und schauten uns etwas um. Bei richtig schönen Wetter muß es hier auch sehr schön sein, aber leider war es immer noch ziemlich bewölkt. Wir sind in einer Gegend, in der eigentlich an 360 Tagen im Jahr schönes Wetter ist und bei uns ist es bewölkt. Wenn das kein Pech ist. Wir gingen zum Campingplatz zurück und hörten Gelächter beim Office. Ist dort etwas los? Als wir näher kamen, stellte sich heraus, das beim Office auch eine Kneipe dabei ist und dort einige Leute einen kleinen Abenddrink nahmen. Wir gesellten uns dazu und tranken auch noch was. Während wir so auf der Veranda des Office saßen, sah ich plötzlich, wie etwas langsam das Geländer herauf gekrabbelt kam. Bitte Bild klicken für VergrösserungWas ist das? Meine Frau bemerkte es auch und war schon auf dem Sprung. Da kam über das Geländer ein kleiner Kopf mit großen Fledermausohren und großen Knopfaugen. Kurz darauf kletterte das etwas Katzengroße Tierchen schon aufs Geländer. Ich fragte den Platzwart was das für ein Tier war und er sagte es sei ein Oposum. Das war also ein Oposum. Süß. Niedliche Tierchen mit einem ganz weichen Fell. Der Platzwart holte ein paar Apelscheiben und fütterte das Tierchen. Auch ein zweites kam noch hinzu. Wir waren begeistert. Nun, nach einer halben Stunde verschwanden die Tierchen wieder und für uns war es auch Zeit zum Camper zurückzugehen. Wir hatten heute noch nicht viel gegessen und wir hatte Hunger. Im Camper machten wir uns nochBitte Bild klicken für Vergrösserung ein paar Nudeln mit Soße und legten uns dann schlafen. Dafür, das uns das Wetter etwas im Stich gelassen hatte, haben wir das beste daraus gemacht und so haben wir zumindest mal die Ausläufer des Outbacks gesehen. So haben wir wenigstens mal eine Vorstellung wie das Outback aussieht. Das Oposum hat dann den ganzen Tag gerettet. Wo sonst kann man wilde Tiere sonst so nahe erleben. Alles in allem war es trotz schlechtem Wetter ein schöner Tag.

Wetter: ca. 20 bis 25Grad, morgens Regen, Nachmittags bedeckt