21 ter Tag
17 ter Tag der Campertour
Fahrtstrecke:

Vom Paronella Park aus Richtung Innisfail weiterfahren bis man auf den Kennedy Highway No.25 trifft, hier dann links abbiegen nach Millaa Millaa. Diesen Highway dann folgen, über die Beatrice River Bridge fahren und dann rechts in den Scenic Drive ( braunes Hinweisschild an der linken Fahrbahnseite ) einbiegen. Diesen Weg folgen, er führt dann weiter oben wieder auf den Highway. Dort wieder rechts einbiegen nach Millaa Millaa. Kurz vor Millaa Millaa wieder rechts in den Tourist Drive 15 einbiegen und zu den Mungalli Falls fahren. Dann diesen Weg weiter folgen, der wieder auf den Highway zurückführt. Wieder nach rechts auf den Highway einbiegen und nach Millaa Millaa fahren. An der Kreuzung am Ortsrand von Millaa Millaa dann links auf den Old Kennedy Highway nach Ravenshoe abbiegen. Dem alten Highway folgen bis nach Ravenshoe. Durch Ravenshoe hindurchfahren Richtung Atherton bis man wieder auf den neuen Kennedy Highway stößt. Hier nun wieder links nach Atherton abbiegen. Nach ca. 10km kommt dann links die Einfahrt zum Crater und den Dinner Falls ( braunes Hinweisschild ). Dann wieder auf den Highway Richtung Atherton um nach weiteren 10km nach Malanda rechts abzubiegen. Durch Malanda durchfahren Richtung Gordonvale. Wenn man wieder auf den Highway trifft nach links abbiegen nach Yungaburra. Durch Yungaburra hindurchfahren und am Ortende links abbiegen um wieder nach Malanda zu gelangen. Wieder durch Malanda fahren, aber diesmal am Ortende rechts abbiegen Richtung Tarziali. In Tarziali kommen 2 Shops an der linken Straßenseite, zwischen diesen beiden Shops geht die Hogan Road in den Regenwald. Dieser Straße folgen bis zur beschilderten Abzweigung von Fur`n´Feathers Treehouse.



Bitte Karte klicken für Vergrösserung
Streckenlänge: ca. 250km
Streckenbeschaffenheit:
Alles geteerte Straßen, teilweise sehr schmal, die Straße vom Highway nach Malanda ist auf 9km nur Gravelroad, welche aber gut zu fahren ist. Der Weg von Tarzali in den Regenwald ist eine schmale Gravelroad, ab der Abzweigung wird es dann sehr schmal und etwas rauh zu fahren. Vorallem hier auf genügend Höhenfreiheit achten, manche Kurven sind nicht in einem Stück zu fahren.

Morgens begann nun der gleiche Ablauf wie jeden Tag bisher, nur mit den Unterschied, das wir zum Kaffeehaus im Park gingen um dort zu Frühstücken. Der Kaffee war für Campingplatzanwohner frei und somit ließen wir es uns gutgehen. Wir setzten uns gemütlich in den Garten des Kaffees und frühstückten erst mal. Dabei studierten wir die Karte und die Prospekte welche wir hatten. Wohin sollte es heute gehen? Ins Table Land, eine Hochebene in der Nähe von Cairns und somit auf unserem Weg. Hier waren viele Nationalparks auf unserer Karte eingezeichnet und auch die Broschüren versprachen viel. Wir machten uns gegen 10Uhr auf den Weg, zuerst mal Richtung Millaa Millaa auf dem Kennedy Highway. Hier sollten dann schon die ersten Sehenswürdigkeiten kommen. Und tatsächlich, 20km vor Millaa Millaa ging rechts ein Weg in den mittlerweile subtropischen Regenwald hinein, der als Scenic Drive ausgeschildert war. Wir also nichts wie rein. Eine schmale geteerte Straße, gerade mal so breit wie ein PKW führte hier in den Regenwald. Es ist einfach kaum vorzustellen wie es ist durch solch einen subtropischen Regenwald zu fahren. Die Bäume und Sträucher wuchsen hier so hoch, das man ihre Spitzen gar nicht mehr sah und bildeten über der Straße ein fast undurchlässiges Dach.Bitte Bild klicken für Vergrösserung Es war als würde man durch einen Tunnel fahren. Dieser Weg führte 8km weiter wieder auf den Highway und dort fuhren wir weiter nach Millaa Millaa. Kurz vor Millaa Millaa ging es dann in den nächsten Touristdrive zu den Mungalli Falls. Dazu muß man wissen, das im Table Land die meisten Wasserfälle von Queensland sind. Wir fuhren also zu den Mungalli Falls, ein kleiner Creek, der sich in mehreren Etagen in die Tiefe stürzt. Immerhin etwa 100mtr über die gesamte strecke. Nett anzusehen, aber wir hatten mittlerweile so viele Wasserfälle gesehen, das uns das nicht mehr vom Hocker riß. Wir fuhren dann den Touristdrive weiter um wieder zum Highway zu kommen. Was hier wieder auffiel war das alles wieder wesentlich grüner war und es auch wieder viel mehr Viehzucht gab. Nicht mehr diese langweiligen Zuckerrohrplantagen. Die Viehweiden wurden nur immer wieder von tropischen Regenwald unterbrochen. Dies gab dem Land ein etwas seltsames Aussehen, Weiden, riesig groß und dann immer wieder tropischer dichter Regenwald. In Millaa Millaa machten wir erst mal eine kurze Pause, da meine Frau mal wieder einen Film für ihre Kamera brauchte. Ich ging indessen in einen Allroundstore, um etwas Politur zu kaufen, denn der Tag der Camperrückgabe rückte näher und der Camper sah mittlerweile ziemlich schlimm aus. Die ganzen toten Insekten an der Front waren ohne Politur nicht mehr wegzubringen. Als wir unsere Besorgungen erledigt hatten, fuhren wir auf dem alten Kennedy Highway weiter. Also wenn das die alten Highways waren, na denn prost Mahlzeit.Bitte Bild klicken für Vergrösserung Eine Schotterpiste, gerade mal so breit, das zwei Autos aneinander vorbeifahren können, und in der Mitte ein Teerstreifen in einer Fahrzeugbreite. Wenn also einem einer entgegenkam, mußte man mit einer Fahrzeughälfte in den Schotter. Die Straße schlängelte sich durch das Tableland, auf uns ab, sehr kurvig. Wenn jemand meint, da kommen einem keine Fahrzeuge entgegen, der Irrt. Sogar Roadtrains, 60mtr lange Trucks, kommen einem hier entgegen und diese drosseln nicht die Geschwindigkeit bei Gegenverkehr. Der größte Witz ist jedoch das Speedlimitschild. Tempo 100!!!! Wahnsinn. Ich schaffte es an den besten Stellen gerade mal auf 70km/h. Aber die Strecke sollte man trotzdem mal gefahren sein, sie führt wunderschön durch die Landschaft und man kommt aus dem Staunen nicht mehr raus. Immer wieder der Wechsel von Weidefläche und Regenwald. Man fährt durch die Weideflächen in der strahlenden Sonne, es ist heiß und hell und dann fährt man in den natürlichen Baumtunnel des Regenwaldes, wo es angenehm kühl ist. Die Straße endete in Ravenshoe, die angeblich höchste Ortschaft von Queensland. Wie die meisten kleinen Ortschaften hier ein kleines verschlafenes Nest, trotzdem immer wieder schön anzusehen. Hier stoppten wir an der Touristeninformation, nicht weil wir Infomaterial brauchten, sondern weil dort ein alter Holden Bj.1940 stand. Den wollten wir uns mal ansehen, was wir dann auch taten. Lustiges Auto, ziemlich groß, viel Chrom, Lenkradschaltung, usw. Erinnerte mich irgendwie an die alten Opel Kapitän der 50er Jahre, nur etwas größer. Wir gingen auch einmal in die Information hinein, sie war innen mit viel Liebe gemacht, Informationen über das Tableland, die Tiere die hier leben und natürlich die Attraktionen der Umgebung. Bitte Bild klicken für VergrösserungIch laß mir die Geschichte des Tableland etwas genauer durch und es war so wie ich es mir bereits dachte. Diese gesamte Area war mal ein subtropischer Regenwald, Als jedoch die Europäer hierher kamen, fingen sie mit dem Abholzen des alten Baumbestandes an. Das Zauberwort hieß Timberholz und Teak. Diese sehr harten Edelhölzer brachten viel Geld und so wurde gnadenlos abgeholzt. Innerhalb von etwa 50Jahre wurde fast 70% des Regenwaldes abgeholzt. Wenn man sich vorstellt, das ein etwa 80mtr hoher Timberbaum fast 700 Jahre benötigt um diese Größe zu erreichen, ist es wirklich eine Schande. Auf den abgeholzten Flächen wuchs nun Gras und andere niedrige Gewächse, und so stellte sich im Laufe der Zeit die Wirtschaft von Holzhandel auf Viehzucht um. Erst gegen 1940 wurde gegen den gnadenlosen Raubbau eingeschritten und der restliche Regenwald wurde unter Naturschutz gestellt. Dies sind nun die Nationalparks dieser Region und der Regenwald durch welchen wir immer wieder fuhren. Von Ravenshoe fuhren wir dann weiter nach Norden, über die höchste Geteerte Straße von Queensland. Es ging immerhin auf 1143mtr ü.N.N. hinauf. Entlang des Highways führt auch eine alte Eisenbahnstrecke, wo von einigen Enthusiasten heute noch eine alte Dampflokomotive betrieben wird. Jedoch sind die Fahrzeiten sehr unterschiedlich und man muß etwas Glück haben eine zu erwischen. Wir fuhren also weiter um zum Krater, einen erloschenen Vulkan und den Dinner Falls zu kommen. Zuerst Richtung Herberton und dann rechts weg nach Atherton. Hier kam dann nach etwa 10km der Abzweig zu den Falls und dem Krater.Bitte Bild klicken für Vergrösserung Wir Parkten unseren Camper dann auf dem Parkplatz und gingen zu Fuß die 400mtr zum Krater. Hier wurde von den Rangern ein geteerter Bushwalk eingerichtet, so das man bequem zum Lookout kam. Dieser alte Krater ist ein gut 100mtr im Durchmesser messendes fast kreisrundes Loch im Granitstein. Es geht fast senkrecht hinunter und der Krater war mit Wasser vollgelaufen. Wir standen oben auf einer Plattform, welche ein Stück über den Kraterrand gebaut wurde und schauten hinunter. Eine Schautafel erklärte den Hintergrund und so erfuhren wir, das es bis zum Wasserspiegel 70mtr sein sollten und dann der Krater noch einmal etwa 80mtr tief unter dem Wasserspiegel weiter gehen sollte. Von unten strömten einige kleinere Quellen in den Krater und an der einen Seite hatte er einen Ablauf, so daß das Wasser nicht weiter ansteigen konnte. Ein imposanter Anblick. Wir kehrten nun wieder um, um zum Camper zurückzugehen, nahmen aber diesmal den unteren Weg, der an den Dinnerfalls vorbeiführte. Der Weg war zwar 100mtr länger und nicht geteert, aber diesmal wollten wir zu den Wasserfällen gelangen. Und so gingen wir und diesmal schafften wir es auch. Dieser kleine Creek schlängelte sich hier durch den Regenwald und viel in mehreren Stufen immer weiter dem Canyongrund entgegen. Das Wasser war klar und sauber, wie alle Creeks, welche wir bisher gesehen hatten. Das rauschen der einzelnen Wasserfälle hallte im Regenwald und man meinte fast, solange man den Creek noch nicht gesehen hatte, es müsse ein ziemlich großer Fluß sein. Wir gingen den Creek entlang, bis wir wieder an unserem Camper angelangt waren und Fuhren dann weiter. Wir bogen dann eine kleine Straße nach Malanda ab und es war mal wieder eine Gravelroad. Egal, es war trocken und somit kein Problem. Wir fuhren an den Bromfield Swamp vorbei, wo man verschiedenste Vögel beobachten kann um dann nach Malanda zu gelangen. Hier stoppten wir erneut um uns einen kleinen Snack zu genehmigen. Wir gingen in eine der vielen Takeawaybuden und genehmigten uns einen Burger.Bitte Bild klicken für Vergrösserung Meine Frau brauchte schon wieder einen Film und dackelte los um Nahschub zu besorgen. Als dies erledigt war fuhren wir weiter nach Gordonvale um nach kurzer Zeit nach links Richtung Peeramon abzubiegen. Von dort aus ging es weiter nach Norden Richtung Yungaburra. Auf der Hälfte der Strecke sollte es einen weiteren erloschenen Vulkan geben, an dessen Flanken ein findiger Geschäftsmann exklusive Cabins auf Stelzen in den steilen Hang gebaut hatte. Dort wollten wir übernachten und den Ausblick auf das Tal genießen. Wir fanden es auch auf Anhieb und fuhren den kleinen Weg, welcher in den Hang geschlagen war, hinauf zu den Cabins. Es sah im Prospekt wirklich nobel aus, mit Holzofen, riesigen Fensterflächen zum Tal hin, Badewanne direkt am Panoramafenster, usw. Wir gingen also zum Office und ein sehr freundlicher Mann kam uns entgegen. Leider mußten wir feststellen, das bereits alles ausgebucht war. Es gab hier nur 4 solcher Cabins und die waren alle schon Wochen vorher gebucht. Kein wunder, der Ausblick war wirklich wunderschön und die Cabins auch. Besonders reizvoll war es, das sie auf Stelzen standen wie ein Baumhaus. Aber es half nichts, meine Frau war nun zwar sehr enttäuscht, aber was will man machen. Es war gerade mal 15Uhr als wir wieder von dem Mt. Quincan wegfuhren. Wir waren extra so früh dorthin gefahren um dann auch was von der nicht gerade billigen Cabin zu haben, nun wurde es halt nichts. Wir fuhren nun erst mal nach Yungaburra und dort zur Information. Wir suchten nun nach einem guten Platz für die Nacht. Hier fanden wir dann einen Prospekt über einige Treehouses im subtropischen Regenwald. Die netten Damen der Information riefen für uns dort an und fragten ob noch was frei sei, und wir bekamen grünes Licht für eine Cottage. Cottage? Ist daß das gleiche wie das Treehouse? Wir fuhren also hin. Wieder nach Malanda und noch ein Stück Richtung Millaa Millaa. Dann links ab und in den Regenwald. Mitten im Regenwald ging dann nochmals ein kleines Sträßchen, oder sagen wir besser eine kleine Piste, noch tiefer in den Wald. Dort mußten wir hin und ich manövrierte unseren Camper vorsichtig den Weg entlang. Immer darauf achtend, das wir nicht stecken blieben oder mit unserem Hochdach einen Baum mitnahmen.Bitte Bild klicken für Vergrösserung Nach etwa 1km kamen wir an eine Lichtung, wo ein großes Wohnhaus stand und ein Schild Office. Dort gingen wir hinein und wurden von Sandra, der Hausherrin, freundlich begrüßt. Sie sagte, das sie für uns eine Cottage hätte, aber wir wollten doch ein Treehouse. Sie zeigte uns eine Cottage, ein richtiges Haus am Rande dieser Lichtung. Nobel ausgestattet, mit zwei Schlafzimmern, Wohnzimmer, Küche, Bad und Terrasse mit BBQ-Grill. Doch sie merkte gleich, das meine Frau etwas Enttäuscht war, sie wollte doch ein Treehouse. So zeigte sie uns eines der drei Treehouses welche aber ebenfalls ausgebucht waren. Nur das eine, wo gerade der Springclean abgeschlossen war, ist erst ab dem nächsten Tag ausgebucht. Und wir bekamen es für diese Nacht. Nun strahlte meine Frau wieder. Es war einfach super. Das Treehouse war mitten im Regenwald keine 10mtr von einem kleinen Creek entfernt zwischen die Bäume gebaut. Es stand auf Stelzen, etwa 3mtr über dem Boden. Unter das Treehouse konnte man sein Auto stellen, dort stand auch eine Waschmaschine und ein Trockner. Wenn man die Treppe hinaufging kam man zu Veranda, eine große Veranda mit BBQ-Grill, großen runden Tisch und Stühlen. Alles war aus dem dunkelrot schimmernden Teakholz gebaut. Die gesamte Veranda war überdacht und man Blickte direkt auf den Creek und den Regenwald. Die gesamte Front des Treehouses zur Veranda war verglast und man hatte selbst aus dem Wohnzimmer einen traumhaften Ausblick auf den Wald. Wenn man ins Haus hineinging, stand man im Wohnzimmer, links eine Wohnküche mit Theke, in der alles war. Kühlschrank, Tiefkühler, Mikrowelle, Herd und sogar eine Spülmaschine. Ausgestattet war die Küche auch mit sämtlichen Hausrat, von Teller über Töpfe bis zum Toaster. Rechts im Wohnzimmer standen zwei bequeme Sofas und in der Ecke ein Ofen zur Holzverfeuerung. Brennholz lag unter dem Haus in einer großen Holzkiste bereit. Auch ein Fernseher war hier angebracht. In der linken hinteren Ecke des Hauses ging dann eine Treppe in die obere Etage unter dem Spitzdach, hier standen zwei Betten. Unten in der Mitte war ein großes Badezimmer mit Dusche und Badewanne, welche auch einen Whirlpool eingebaut hatte, und an der Badewanne zwei große Fenster mit Blick in den Wald. In der Rechten Ecke des Wohngeschosses war dann noch ein Schlafzimmer mit großem Bett und Schrank.Bitte Bild klicken für Vergrösserung Nun, hier wollten wir den Rest des Tages verbringen und da es erst 16Uhr war, konnten wir es uns auch noch recht gemütlich machen. Erst mal etwas relaxen auf der Veranda, dann ein gemütliches BBQ zu zweit und danach noch ein Whirlpool. Dann im Ofen ein Feuer gemacht und den Tag gemütlich ausklingen lassen. So stellten wir uns das vor. Wir bezogen also unser Baumhaus und merkten erst jetzt, das wir nichts für ein BBQ hatten. Wir räumten zusammen die Sachen, welche wir benötigten, aus dem Camper ins Treehouse und auch die schmutzige Wäsche. Es war ja schließlich eine Waschmaschine und ein Trockner da. Während meine Frau schon mal alles einrichtete, fuhr ich noch mal schnell los um alles für ein BBQ einzukaufen. Ich rangierte also wieder durch den Regenwald um zur Lichtung zu kommen und dann weiter zu fahren in die nächste Ortschaft. Am Office an der Lichtung hielt ich nochmals kurz an um zu Sandra zu gehen und sie zu fragen, wo ich am besten Fleisch einkaufen könnte. Mittlerweile war auch ihr Mann Harry gekommen und wir redeten noch ein wenig. Sandra sagte mir, daß ich bis nach Malanda zurückfahren müsse um vernünftiges Fleisch zu bekommen. Harry fragte mich: ""o you will some steaks for BBQ?"" Ich bejahte und er verschwand in einen Nebenraum und kam kurz darauf mit drei tellergroßen T-Bone Steaks wieder. "Here, from our own cows." Ich war überrascht und freute mich riesig. Es waren bestimmt 2 Kilo Steaks. Dazu gab er mir noch etwas Fladenbrot und so sparte ich mir den Weg nach Malanda. Ich dreht den Camper also wieder herum und fuhr wieder zum Treehouse in den Regenwald und parkte ihn an der Rückseite des Hauses. Ich stieg aus und wollte gerade die Treppe zur Veranda hochgehen, wie ich meine Frau sagen hörte, "komm ganz leise herauf". Was war los? Ich ging also leise und vorsichtig die Treppe hinauf und auf unserer Veranda saß ein Zwergkänguruh und wurde gerade von meiner Frau mit Banane gefüttert. Das Tier schaute mich mal kurz an und fraß dann weiter. Man konnte es sogar streicheln, es schnüffelte einen ab, und fingerte mit seinen Vorderpfoten an unseren Füßen herum. Nun, nachdem es gefressen hatte, uns abgeschnüffelt und abgegrabscht hatte, beschloß es wieder in den Wald zu verschwinden und hoppelte langsam die Treppe herunter. Schaute noch mal unseren Camper an und verschwand dann in den Wald. Das sind die schönsten Erlebnisse. Man ist allein in der Natur und die Tiere kommen einen begrüßen. Sicherlich, dieses Tier war mittlerweile an die Menschen gewohnt, aber es war dennoch ein freilebendes und wildes Tier. Wir richteten uns nun erst mal gemütlich ein, machten Kaffee und setzten uns auf die Veranda, genossen den Ausblick auf den Creek und den Regenwald, lauschten den vielen verschiedenen Stimmen die aus dem Wald zu uns gelangten und achteten auf jedes Rascheln im Gebüsch um unser Treehouse. Wer würde der nächste Besucher sein? Es dauerte nicht lange und ein Crossowary, ein straußenartiger Vogel, nur etwas kleiner kam vorbei und beäugte uns. Diese Tiere sind reine Laufvögel und werden immerhin auch fast 1mtr50 groß. Sie sind nicht ganz ungefährlich, denn sie haben lange Krallen an den Füßen und einen verdammt spitzen und langen Schnabel. Doch dieser hier war mehr neugierig als angriffslustig. Und auch er bekam von uns eine Kleinigkeit, eine Scheibe Brot, die er auch gerne annahm. Auch er verschwand dann wieder in den Wald. Hier im Creek sollte es auch den Playtypus geben, das Schnabeltier. Ich wollte nun noch einmal den Versuch starten eines zu sehen und ging mit meiner Frau den ganz in der nähe befindlichen Bushwalk zum Playtypus Rock. Dort legten wir uns auf die Lauer, aber außer einigen Wasserschildkröten und einigen Fischen sahen wir nichts. Nun gut, dann eben nicht. Wir gingen wieder zu unserem Treehouse und setzten uns wieder auf die Veranda. Dort saßen wir dann und entspannten so richtig. Das Wasser des Creek rauschte, der Wald sang sein Abendlied und die Vögel stimmten mit ein. Das war Entspannung pur, hier kann man Relaxen. Von dem etwa 50mtr entfernten Nachbartreehouse sah man nichts und man hörte auch nichts. Man hatte das Gefühl allein zu sein und ich genoß dieses Gefühl. Kein Streß, kein Lärm. Es war mittlerweile dunkel geworden und die Lampe auf unserer Veranda erleuchtete auch die ersten Baumreihen. Es raschelte, diesmal aber nicht am Boden, sonder hoch oben in den Bäumen. Meine Frau ging schon mal in die Küche um einen Apfel und eine Orange zu schälen, denn wir ahnten nun schon wer uns besuchen kommt. Richtig, ein Possum. Es kam langsam und vorsichtig mit dem Kopf voran den Baum heruntergeklettert. Hielt kurz inne, um zu sehen wer wir eigentlich sind und ob es sich lohnen könnte und kam dann auf die Veranda. Es lohnte sich, wie das Tier schnell feststellte. Zuerst aß es mal einen Apfel, dann einige Stücke Orange und machte sich danach noch über das Vogelfutter in der Vogelschale her. Es schien sich schnell herumzusprechen, das es sich lohnt uns zu besuchen. Es vergingen keine 20min, kam ein zweites, eine Mutter mit ihrem kleinen Baby. Nun mußten wir uns schon beeilen mit dem Schälen des Obstes. Nicht genug, es kamen noch 3 weitere Possums. Unsere Veranda füllte sich langsam. Wir zwei und insgesamt 6 Possums. Wir freuten uns riesig über den Besuch und gaben uns größte Mühe gute Gastgeber zu sein. Es vergingen gut eineinhalb stunden und uns quälte nun auch langsam der Hunger. Ich bereitete nun das BBQ vor, heizte den Grill an, deckte den Tisch und holte das Fleisch. Meine Frau fütterte währenddessen die Possums weiter. Die hatten einen richtigen Appetit. Vorallem die Orangen hatten es ihnen angetan. Es störte sie auch nicht, das ich nun am Grill anfing Fleisch zu Grillen. Nee, eines kam sogar mal vorbei und schaute was es bei mir gab. Nun, wir stellten nun die Raubtierfütterung ein und aßen selbst erst mal was. 2 Der Possums verließen uns nun, die anderen blieben jedoch und schauten uns beim essen zu. War auch gut so, so lernten sie wenigstens mal etwas Tischmanieren. Nun, nach dem essen, gab es für die Possums noch mal einen Nachschlag und dann räumten wir die Veranda. Wir gingen in unser Treehouse und machten uns nun mal erst eine schöne gemütliche Badewanne mit Badezusatz aus verschiedenen Ölen aus dem Regenwald. Den Whirlpool angeschaltet und ein Glas Wein dazu. Welch eine Wohltat. Durch die großen Fenster sah man zwar nicht mehr viel vom Regenwald da es schon dunkel war, aber es war schön entspannend. Nach dem Bad zogen wir ins Wohnzimmer um, ich machte im Ofen ein Feuer und wir setzen uns auf das Sofa und genossen den Anblick. Auf der Veranda hatten wir das Licht angelassen und das Licht erhellte den vorderen Teil der Regenwaldes vor unserem Treehouse. Wir tranken unseren Wein, lauschten dem knistern des brennenden Holzes und den Geräuschen aus dem Regenwald. So gefiel es uns, etwas romantisch, aufregend und einfach schön. Wir gingen ziemlich spät schlafen, denn wir genossen jede Minute. Auf unserer Veranda war mittlerweile auch wieder Ruhe eingekehrt, die letzten Besucher waren gegangen, und meine Frau schlief auf dem Sofa ein. Ich trank meinen Wein noch fertig und schrieb ein wenig. Schade nur, das wir morgen wieder weiter müßten. Nach der Enttäuschung, das wir am Krater kein Baumhaus mehr bekommen hatten, rettete dieses Treehouse den ganzen Tag. Und ich muß sagen, es ist sogar noch schöner hier gewesen als am Vulkan. Dort hätten uns bestimmt nicht so viele Tiere besucht und auch die Geräusche eines Regenwaldes hätte es dort nicht gegeben. Es war also wieder einmal ein wunderschöner Tag.

Wetter: 30 bis 35Grad, sonnig