7 ter Tag
2 Tag der Campertour
Fahrtstrecke:

Von Glen Davis aus ging es nun erst einmal wieder ca. 5km zurück um dann nach rechts auf den Touristdrive einzubiegen. Diesen folgen bis knapp vor Kandos, hier weiter nach Rylstone. Von hier aus weiter nach Bylong und Sandy Hollow. Hier nun rechts Richtung Newcastle um dann nach wenigen Kilometern nach links Richtung Wybong abzubiegen. Hier geht dann einmal links der Weg zum Weinhändler ab oder geradeaus weiter fahren nach Muswellbrook. Bei Muswellbrook auf den New England Highway Richtung Scone. In Scone rechts abbiegen nach Gundy. Nach Gundy weiter richtung Belltrees und Moonan Flat. Hier nun rechts Abbiegen nach Gloucester.



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Streckenlänge: ca.335 km
Streckenbeschaffenheit:
Meistens Gravelroad, in den Bergen meist mit vielen Schlaglöchern, auf starke Windböhen achten.

Wir wachten in der Nacht mehrmals auf, da der Regen ständig auf unser Hochdach prasselte und dabei teilweise einen höllen Lärm machte. Wir hatten unser Bett unter dem Dach aufgebaut, da die untere Liegefläche für zwei einfach zu klein war und somit drönte der Regen uns mit seinem Geräuschen voll. Gegen 1 uhr hielt es meine Frau nicht mehr aus und zog in die untere Etage, wo es nicht ganz so laut war. Um 5 uhr 30 reichte es auch mir und ich stand auf. Es war mittlerweile sowieso schon hell geworden, aber es sah nicht gerade nach Sonnenschein aus. So ein Mist. Es hatte zwar das Regnen nun aufgehört, aber der Himmel war immer noch Wolkenverhangen. Eigentlich ein Tag um im Bett zu bleiben. Auch meine Frau stand nun auf und wir machten uns nun erst einmal ein Frühstück und kultivierten uns dann. Gegen 8 Uhr 30 starteten wir dann um weiter Richtung Norden zu fahren und hofften auf besseres Wetter. Die Gravelroad war durch den nächtlichen Dauerregen ziemlich aufgeweicht und somit war es eine ziemliche Rutschpartie die nun folgte. So schlitterten wir erst einmal bis Rylstone und dann weiter nach Bylong. Wir wollten in das Upper Hunter Valley zu dem Weinhändler vom letzten Jahr. Und bei Bylong wurden dann anscheinend unser Gebete erhört. Die Wolkendecke riß auf und der blaue Himmel kam zum vorschein. Um so blauer der Himmel wurde, desto besser wurde unsere Laune. Bei Wybong fanden wir dann auch auf anhieb unseren Weinhändler vom letzten Jahr wieder und so holten wir uns unseren Schlummertrunk für die nächsten Tage. Eine Kiste Rotwein, 1996er Cabernet. Das mußte reichen, denn für mehr hatten wir keinen Platz mehr in unserem Camper. Es ging weiter nach Muswellbrook, hier wollten wir zu dem Restaurant, welches wir schon letztes Jahr besucht hatten und vorzüglich Gespeist hatten. Für alle, die es Interessiert, das Restaurant ist direkt neben der Information. Wirklich zu empfehlen. Nach einem ausgiebigen Schlemmermahl und den obligatorischen Kaffee danach, steuerten wir zunächst noch eine Tankstelle an um den Camper richtig voll zu Tanken. Wir hatten ihn mit einem vollen und einem leeren Tank bekommen und von dem was drin war, hatten wir schon verbraucht. So tankten wir voll, beide Tanks, insgesamt 150 ltr Diesel. Well, nun konnte es weiter gehen. Wir fuhren nach Scone weiter und hier bogen wir wieder nach Moonan Flat ab. Mittlerweile war der Himmel schon schön blau, nur mit einigen Quellwolken, und das Bild was sich dadurch in dieser hügligen Landschaft ergab, war beeindruckend. Die Strecke schlängelte sich immer weiter hinauf, um schließlich bei der alten Paßstation Moonan Flat herraus zu kommen. Hier legten wir nocheinmal einen kurzen Stop im Victoria Hotel ein. Wir wollten einfach nur noch einmal schnell einen Kaffee trinken und so betraten wir diese Kneipe. Also das war schon beeindrucken. Ein Tresen, ein paar Stühle und Tische, alte Bilder und Pokale an der Wand, ein offener Kamin, in dem ein Feuer loderte und einige Leute, die wohl Farmer und Cowboys der umliegenden Farmen waren. Aber nicht, das das hier nur eine Kneipe war, nein, es war gleichzeitig ein kleiner Store, Bank, wo man Geld abheben und einzahlen konnte, Post und Recepition des Hotels und was weiß ich noch alles. Es machte zwar keinen besonderen Eindruck, aber es war sauber und gebraucht. Wir bestellten unseren Kaffee am Tresen und die junge Lady bediente uns sofort. Die Leute hier waren alle fröhlich und bester Laune, warscheinlich, weil manche schon ein paar Bier hatten. Aber gute Stimmung hier. Nun, wir tranken unseren Kaffee und wollten zahlen, doch die Lady hinterm Tresen sagte, das Kaffee immer aus Haus geht. Na super, da gehe ich öffters hin, ich bin sowieso so eine Kaffeetante. Leider ist der Weg nach Moonan Flat immer etwas beschwerlich. Wir kauften noch ein paar Zigaretten ein und verließen diese freundliche Kneipe wieder um weiter nach Gloucester zu fahren. Der Weg, immer noch Gravelroad, stieg immer mehr an und ich mußte teilweise sogar bis in den zweiten Gang des Geländewagens herunterschalten. Nach jeder Kurve, nachder ich meinte, ich müsse doch nun an der Paßhöhe angelangt sein, kam die Steigung. Je höher wir kamen, desto grandioser wurde dafür der Ausbilck auf die Umgebung. Lauter kleinere bis mittlere Berge, mit dichtem Baumbestand bewachsen, dazwischen immer wieder Weideflächen mit Rindern und Schafen.eine grandiose Aussicht. Schließlich kamen wir an ein Gatter, ein Dingogatter, an welchemdie Bitte stand es wieder zu schließen nachdem man durchgefahren ist um die Schafe und Rinder zu schützen. Nachdem wir das Gatter passiert hatten, waren wir schon im nächster Nationalpark, welcher sich am gesamten Kamm dieses Berges entlang zog. Wir fuhren diesen Kamm bestimmt 15 km entlang, bis es lagsam wieder bergab ging. Nicht so steil wie es auf der anderen Seite hinauf ging, aber immernoch steil genug. Man sollte nicht vergessen, es war immernoch Gravelroad, also loser Schotter oder blanke rote Erde. Zum Glück war es mittlerweile schon ziemlich abgetrocknet, somit war es zumindest nicht mehr so rutschig. Wir fuhren immer weiter bergab und erreichten langsam wieder die ersten Farmen.Auf etwa der halben Strecke nach Gloucester, kamen wir an einem Schild vorbei, auf welchem Stand: "Horse Riding on an Track". Ich hielt an und fragte meine Frau, ob sie darauf lust habe, da sie schon letztes Jahr immer wieder davon sprach, dies mal gerne zu versuchen. So fuhren wir also in diese Farm hinein und fragten den Besitzer ob es möglich ist, einmal zu reiten, vorallem möglich für absolute Anfänger. "Of course, but not today, it is to late. But tomorrow morning." Kam die Antwort. Na, das würde doch passen, vorallem weil ich hier schon einige Zelte gesehen hatte und somit andere Camper da sein mussten. Ich fragte also ob ich mich zu den anderen Campern dazustellen dürfte, jedoch erklärte mir der Farmer, daß dies eine kleine geschlossene australische Reisegruppe ist, aber ich könnte mich unten an den Creek stellen, da wäre es auch Windgeschützter und es wäre ein schöner Ausblick direkt am Creek. Da ich ja ein 4WD hätte, wäre es kein Problem die kurze Strecke von 100mtr hinunter zu fahren. Dies taten wir denn auch. Meine Frau schluckte zwar etwas, als sie den Weg hinunter sah, aber es ging problemlos. Hier machten wir es uns nun gemütlich. 10 mtr neben dem Creek, zwischen den Bäumen standen wir nun in einer herrlichen Umgebung, um uns herrum lauter kleine Berge, Wald und Wiesen, vor uns ein kleiner Fluß mit klarem Wasser. Das ist Australien. Wir setzten uns in die Sonne und genossen die herrliche Umgebung, lauschten dem plätschern des Creeks und dem zwitschern der Vögel. Während wir da so saßen, kam Allen, der Farmbesitzer herrunter und fragte uns, ob wir heute Abend mit ihm und der kleinen australischen Reisegruppe heute abend ein Dinner haben wollten. Wir waren ja eigentlich von dem Essen von mittags noch dicke satt, aber wir nahmen dennoch dankend an. Well, wir sollten doch dann heute abend gegen 7 Uhr hinauf zum House kommen. Wir redeten noch ein wenig mit ihm über dies und das und dann verließ uns Allen wieder. Wir machten es uns noch ein wenig gemütlich und gegen 7 Uhr gingen wir dann zum House. Hier stellte uns Alan den Gruppenleister der Reisegruppe vor, Marc. Er erzählte uns, das er für kleine Gruppen sogenante Adventurereisen durchführt und er mit dieser Gruppe Horseriding und 4WD Drive hier macht. Für die Kinder, welche bei der Gruppe dabei sind, wird jeden Tag etwas seperates unternommen und so ist jeder hier vollauf beschäftigt. Die Gruppenteilnehmer brauchen sich um nichts zu Kümmern, sie kommen hier an und die Zelte sind bereits aufgebaut, für diejenigen, welche keinen 4WD haben, steht ein Fahrzeug bereit und es ist alles bestens organisiert. Wir wurden der Gruppe kurz vorgestellt und wie es in Australien anscheinend üblich ist, freundlich aufgenommen. Wir unterhielten uns mit allen prächtig, wenngleich es bei manchen auch etwas Verständigungsprobleme gab. Die Aussies nuscheln nämlich teilweise etwas und so wird die englische Sprache zu einem unverständlichen Kauderwelsch. Nun, zum Dinner gab es HüHnchen gebraten, mit Kartoffeln, Soße, Gemüse und dannach noch selbstgemachten Applepie mit Vanillesoße. Hervorragend und wir platzten fast, so voll waren wir nun. Nach dem Essen saßen wir alle noch in einer gemütlichen Runde um ein offenes Feuer herrum, tranken Bier und Wein und genossen den Abend. Es wurde erzählt und berichtet, von Reisen und Erlebnissen, von Leuten und Ereignissen. Ein rundherum gemütlicher Abend mit den Aussies.

Wetter: morgens Regen und ungemütlich, gegen Abend dann sonnig und sehr windig, ca. 18 bis 23 Grad

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