12 ter Tag
7 Tag der Campertour
Fahrtstrecke:

Brisbane verlassen wir in Richtung Ipswich und dann weiter nach Toowoomba. Etwa 50 km vor Toowoomba links abbiegen nach Laidley. Von Laidley nach Forest Hill und dann weiter nach Gatton. Hier stößst die Straße wieder auf den Highway kurz vor Toowoomba. In Toowoomba weiter nach Crows Nest. In Crows Nest geht es rechts ab in den Nationalpark. Wieder zurück nach Crows Nest und dann weiter nach Cooyar, Nanango, Goomen und Gayngah.



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Streckenlänge: ca.450 km
Streckenbeschaffenheit:
Alles gute geteerte Straßen

Heute war es denn soweit, es ging weiter und wir ließen Brisbane hinter uns. Nicht aber ohne uns noch ein kleines Frühstück in einer Kneipe in der Boundary Street zu gönnen. Zunächst quälten wir uns dann mal durch den Verkehr der Großstadt um nach Ipswich zu kommen und den Highway zu erreichen. Brisbane und Ipswich sind im laufe der Zeit zusammengewachsen und so merkt man überhaupt nicht, das man Brisbane schon verlassen hat und bereits in Ipswich ist. Wir wollten nun etwas in das Hinterland fahren und so führte uns unser Weg weiter nach Toowoomba. Etwa 50 km vor Toowoomba kam dann eine Information und hier hielten wir erst einmal an um uns mal wieder einige Tips über Sehenswürdigkeiten in dieser Area zu holen. Wir betraten also die Information und ein freundliches "Hello, how are you?" begrüßte uns sogleich. Ein netter älterer Herr, welcher uns sofort zur Seite stand. Er empfahl uns doch den Highway zu verlassen und die parallelstraße über Laidley zu nehmen. Eine gute Idee, diese Highwayfahrerei ist mit der Zeit nämlich doch ziemlich Stupide.Während ich mich mit dem Herren noch etwas unterhielt, kaufte meine Frau in dem angrenzendem Obstladen noch ein wenig Früchte ein und im Coffeeshop noch zwei Smothies, eine Art Milchshake mit frischen Früchten. Ich wunderte mich schon die ganze Zeit, daß die Creeks hier kein Wasser führten und das die Weiden und Wälder ziemlich verdorrt waren und der Herr der Information klärte mich auf. Eigentlich ist hier die Regenzeit von mitte November bis ende Februar und dann fallen täglich ca. 200mm Regen. Dieser Regen sammelt sich dann in den Creeks und Wasserbecken und speist die ganze Geg end für den Rest des Jahres mit Wasser. Doch letztes Jahr blieb dieser Regen fast gänzlich aus. Es fielen gerade mal 20mm Regen pro Tag und somit war der Wasservorrat nicht ausreichend für das ganze Jahr. Alle Rancher und Farmer hier warten also sehnsüchtig auf den Regen. Dementsprechend groß ist natürlich momentan auch die Feuergefahr. Nun, wir machten uns wieder auf den Weg nach Laidley, welches wir auch bald erreichten. Ein kleines aber malerisches Kaff, welches anscheinend einmal von deutschen Einwanderern gegründet wurde. Viele Namen auf den Stores und Straßen weisen noch heute auf die deutsche Abstammung hin. Sehenswert ist hier vorallem das älteste Gebäude in der Ortschaft. Es trägt den Namen "Das Neumann Haus". Liebevoll restauriert und kostenlos zu besichtigen liegt es im Centrum der Stadt. Nachdem wir uns hier etwas umgesehen hatten und einige Bilder gemacht hatten ging es weiter über Forest Hill nach Gatton. Hier hielten wir abermals an um noch ein paar kleine Besorgungen zu machen. Und so blöd es auch klingen mag, diesmal bekam ich etwas aus einem Schuhladen. Ich kaufte mir ein paar Outbackschuhe. Nun, nach diesem kurzen Stop, ging es wieder auf den Highway um nach Toowoobah weiter zu fahren. In Toowoomba folgten wir dann der Route nach Crows Nest, wo ein National Park ist. Die 50 km bis dorthin genossen wir die dürre, aber überaus reizvolle hügelige Landschaft. Als wir den Nationalpark erreichten, gab es erst einmal ein kleinen Happen auf der Picnicarea, bevor wir uns zu Fuß auf einen kleinen 1 km langen Bushwalk begaben. Wir wollten hinunter zu den Crows Creek Wasserfällen, aber irgendwie habe ich dieses Jahr kein Glück mit den Wasserfällen. Als wir den Wasserfall erreichten, war da nur eine kleine Pfütze abgestandenes Wasser. So ein Mist, anhand der Riesigen Felsen, welche hier im Flußlauf lagen und der Steilen Abhänge konnte ich mir richtig vorstellen, wie es sein müsse, wenn es hier Wasser gibt. Aber wegen der Vorstellung kam ich eigentlich nicht hierher. Ich wollte es in Natura erleben. Nun, was nicht ist, ist eben nicht. So gingen wir wieder zurück zu der Picnicarea und machten uns auf den Weiterweg. Wir wollten schließlich heute noch bis nach Ban Ban Springs kommen. So fuhren wir dann weiter nach Gooyar und Nanango, wo wir nocheinmal einen kleinen Stop einlegten um eine kleinigkeit zu Essen. Es gab Sandwiches und Pizza. Dannach weiter um nach Ban Ban Springs zu kommen, wo eine Picnicarea sein soll und wir somit die möglichkeit hätten zu Übernachten. Eigentlich könnte man hier überrall Übernachten, einfach irgenwo hin stellen und das wars. Doch leider ist meine Frau etwas ängstlich und somit ist das Campen in freier Wildbahn für mich leider Tabu. Als wir in Ban Ban Springs ankamen, wurde es schon langsam Dunkel und es war auch mit Käguruhs zu rechnen (wie die vielen toten Tiere am Straßenrand bewiesen). Doch die Picnicarea erwies sich als äußerst bescheiden direkt an der Straße. So beschlossen wir die 25 km bis nach Gayngah noch unter die Räder zu nehmen und dort einen Campingplatz aufzusuchen. Gesagt getan und so erreichten wir mit einbruch der Dunkelheit Gayngah und den Campingplatz. Hier machten wir es uns nun gemütlich. Wenngleich wir auf dieser Strecke nicht allzuviele Stops eingelegt haben, ist sie dennoch sehr schön zu fahren. Die Landschaft, mit den ständigen wechsel zwischen Wald und Weideland, sowie die hügelige Geographie, machen dieses Gebiet erst sehenswert. Noch schöner dürfte es sein, wenn es hier wieder einmal richtig geregnet hat und alles in einem satten Grün erstrahlt.

Wetter: warm, teilweise leicht bewölkt, ca. 25 Grad

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