13 ter Tag
, 8 Tag der Campertour
Fahrtstrecke:

Von Gayndah aus geht es zuerst über den Burnett Highway bis nach Eidsvold,hier dann links abbiegen nach Theodore. Nach 50 km kommt eine Abzweigung nach Taroom (Achtung, sehr kleines Schild). Der Gravelroad bis nach Taroom folgen. In Taroom auf die Mainstreet rechts abbiegen, durch den Ort hindurch fahren, über die Brücke kurz nach dem Ortsausgang und dann links in die Injune Road abbiegen. Dieser Straße folgen, nicht abbiegen, sonst landet man im nirgenwo.



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Streckenlänge: ca.480 km
Streckenbeschaffenheit:
Die kurzen Highwayverbindungdetappen sind gut geteert, alles andere ist Gravelroad. Zwischen Eidsvold und Taroom gut zu fahren obwohl Gravelroad, zwischen Taroom und Injune anfangs gute Gravelroad, nachher nur noch Piste, so das man meint, irgendwo verkehrt gefahren zu sein.

Der Tag begann für uns heute mit lautem Vogelgeschwitscher. Geschwitscher, nein, geschrei war das schon mehr. Die verschiedensten Vogelarten, saßen oben in den Bäumen und veranstalteten ein wares Inferno an Geräuschen. Nun, das ist immer ein sicheres Zeichen dafür, das man aufstehen sollte, da der Tag schon begonnen hatte. So taten wir es auch. Ein Frühstück, ein Caffee und alles wieder zusammengepackt für die nächsten Kilometer. Wir brachen gegen 10 Uhr dann endlich auf und machten uns auf den Weg nach Eidsvold. Zunächst einmal über den Highway. Hier in Eidsvold stopten wir nocheinmal um noch einen kleinen Snack zu uns zu nehmen. Wir gingen in ein kleines Take Away Lokal, wo man aber sich auch hinsetzen kann. Diese kleinen Läden auf dem Land erstaunen mich immer wieder aufs neue. Nicht nur, das man hier etwas zu Essen bekommt, nein, es ist zugleich Supermarkt, Kiosk, Baumarkt, Fahrradladen und was weiß ich noch alles. Nun, nach einem Burger und den obligatorischen Caffee dazu, kauften wir noch Milch ein und ein paar Schrauben. Bei unserem Camper fehlten nämlich mittlerweile, durch die Gravelroads, einige der Befestigungsschrauben der Innenausstattung. Kein Wunder, so wie wir die Kiste durchschütteln. Nun ging es weiter und ich überredete meine Frau doch auch einmal ein Stück zu fahren. Was heißt überreden, ich setzte mich einfach auf die Beifahrerseite und weigerte mich hinter das Steuer zu gehen. So, nun fuhr also Sweety (diesen Spitznamen bekam sie von einer Verkäuferin in einem Supermarkt). Zuerst ein Stück der geteerten Strecke nach Taroom und dann die Gravelroad nach Taroom. Na also, geht doch. Wir fuhren hier durch eine sehr schöne Landschaft und alle, die immer nur die Highways entlangfahren wissen ja gar nicht was sie verpassen. Auch die Tierwelt, die man hier, abseits der befahrenen Strecken sehen kann ist es wirklich wert. Das geschüttele einer Gravelroad auf sich zu nehmen. Wir sahen mal wieder massen von Känguruhs, in allen Größen und Farben. Auch einen Adler bekamen wir zu Gesicht, als dieser sich gerade in die Lüfte erhob und majestätisch durch die Luft segelte. Wir passierten wieder unzählige von Weidegebieten und das tolle dabei ist, das diese kleinen Straßen nicht neben den Weideflächen verlaufen, sondern mitten hindurch. Ab und zu kommt zwar immer wieder ein Grid (Kuhgitte um zu verhindern, das die Viecher weglaufen) aber wenn man nicht zu schnell darüber fährt, ist das wirklich kein Problem. Leider sieht man hier am Straßenrand auch immer wieder tote Känguruhs liegen und Sweety ist dann immer ganz betrübt. Nun, wir erreichten dann Taroom und machten hier unseren nächsten Stop. Wieder ein Take Away Laden, wieder das gleiche Angebot. Diese kleinen Städte darf man sich nicht so vorstellen wie bei uns. Wenn hier ein Ort mehr als 100 Einwohner hat, wir er bereits groß in die Straßenkarten eingetragen. Bei uns würde man dazu allenfalls Kuhdorf sagen. Doch hier haben diese kleinen Käffer ihren eigenen Scharm. Alle Farmer der Umgebung treffen sich hier, man kennt sich untereinander und hilft sich und wenn Fremde kommen, wird ihnen mit Rat und Tat zur Seite gestanden. Das wichtigste Gebäude in jedem dieser kleinen Käffer ist jedoch das XXX-Pub. Nur hier darf Alkohol ausgeschenkt werden und somit ist dieses Pub immer gut besucht. Von Taroom aus übernahm ich nun wieder das Steuer, den wir wurden darauf hingewiesen, das der Weg nach Injune doch etwas schlechter ist und außerdem war es mittlerweile schon fast 16 Uhr 30 und in 2 Stunden wurde es dunkel. Nach Injune aren es aber noch gute 150 km und das bei nicht gerade guter Gravelroad. So düsten wir wieder los. Und es war so wie uns gesagt wurde. Nachdem anfänglich der Weg noch gut war, wurde er immer schlechter und manchmal war man schon fast der Meinung, das man falsch sein müste. Dies war eigentlich keine Gravelroad mehr sondern eher eine Piste. Also ein zwischending zwischen Gravelroad und Track. Aber die Landschaft entschädigt einen bei Weiten. Und noch etwas entschädigte uns. Wir sahen hier auf dieser Strecke unsere ersten wilden Emus. Na also, wir bekommen die australische Tierwelt schon noch zusammen. Wieder sahen wir auch die Känguruhs, zu Massen, einzelne Tiere und ganze Herden. Na, solange die Tierchen nicht auf der Straße, oder besser gesagt, auf der Piste sitzen. Etwa 30 km vor Injune, als wir gerade wieder einmal einen der vielen kleinen Hügel überquerten, bekamen wir dann noch einen grandiosen Sonnenuntergang geboten. Über den australischen Weide und Waldflächen, ging die Sonne langsam unter und tauchte ein paar kleine Wolken in ein wunderbares Rot ein. Dies sind Schauspiele, welche man einfach mal gesehen haben muß. Mit einbruch der Dunkelheit erreichten wir dann Injune und fanden auch sogleich auf dem öffentlichen Campingplatz einen guten Schlafplatz.

Wetter: Sonnig, gelegentlich ein paar kleine Wölkchen, warm, ca. 27 Grad

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