20 ter Tag
15 Tag der Campertour
Fahrtstrecke:

Vom Lawn Hill Nationalpark aus über Adels Grove weiter bis Gregory Downs. Nun Die geteerte Straße nach Bruks and Willis Junktion nehmen und dort dann weiter nach Clounsary. Hier rechts ab nach Mount Isa



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Streckenlänge: ca.800 km
Streckenbeschaffenheit:
Vom Lawn Hill aus bis Gregory Downs Gravelroad und bei nasser Witterung Schlammpiste, von Gregory Downs aus geteerte Straße

Es Kam wie es kommen mußte, das Wetterleuchten hatte es schon angedeutet. Um 1 Uhr nachts begann es zu regnen und es hörte nicht mehr auf. Ich stand um halb 6 Uhr auf und maschierte erst einmal zu dem Toilettenhäuschen und dort hatten es sich die zwei Mädchen von gestern abend unter dem Vordach eingerichtet. Sie hatten ja nicht einmal ein Zelt dabei. Ich unterhielt mich ein wenig mit ihnen und nach ca. 1 Std kam auch meine Frau. Es regnete immer noch uind ich ahnte was nun kommen würde. Um kurz vor 8 Uhr kam auch der Ranger vorbei und in seinem Gefolge ein kleines Känguruh namens Allen MacPherson. Er war wohl so etwas wie der Ziehvater für das Känguruh, da seine Mutter von einem Auto überfahren wurde. Allen MacPherson war sehr neugierig und machte sich sogleich über die Rucksäcke der Mädchen her und auch die Schlafsäcke wurden gründlich inspeziert. Der Ranger bestätigte meine befürchtung, die Piste aus dem Nationalpark und weiter hinauf zu Hells Gate dürfte wohl fast unpassierbar nun sein. Auch mit einem Allradfahrzeug. Wenn ich Glück hätte, schaffe ich es bis Gregory Downs, wo es dann eine geteerte Straße zum Highway hinunter gibt. Ein kleiner Umweg, aber fahrbar. Wir beschlossen trotzdem das es noch regnete, eine kleine Kanufahrt auf dem River hinauf zu den Wasserfällen zu machen und Sweety bekam die Aufgabe, hinunter zu Adels Grove zu fahren um die Paddel zu holen. Die Kanus lagen schon hier, nur die Paddel mußte man sich leihen. Es waren nur 10 km, welche sie u fahren hatte, aber sie brauchte über eine Stunde. Sie kam zurück und berichtete schlimmes. Die Piste stünde teilweise unter Wasser und der Matsch sei verdammt tief. Paddel hatte sie auch keine, da der Weg nach Adels Grove etwa 2 km vor der Ortschaft gespeert wurde. Also wurde es auch nichts mit der Kanufahrt. Es regnete immernoch und wir machten uns nachdem wir uns verabschiedet hatten auf um zumindest Gregory Downs zu erreichen. Ich klemmte mich hinter das Steuer und los ging es. Ein gute halbe Stunde zuvor waren bereits ein australisches Pärchen mit einem Jeep aufgebrochen um ebenfalls die Strecke nach Gregory Downs zu Fahren. Sweety hatte nicht übertrieben, die Strecke war wirklich eine einzige Schlammpiste. Teilweise sank der Wagen bis zu einem guten halben Meter ein. Bis Gregory Downs waren es nur 80 km aber diese würden lang werden. Nach wenigen Kilometern kam uns dann das Pärchen, welches zuvor schon losgefahren war wieder entgegen und der Jeep von ihnen hatte irgendwie eine andere Farbe, Lehmig braunrot. Das verhieß nichts gutes. Aberv weiter, vielleicht gelingt es ja ir durchzukommen. Sweety saß doch sehr verkrampft neben mir und ihr war wohl garnicht wohl bei dem gedanken hier stecken zu bleiben. Man, was war das für eine Schlammschlacht. Eine Stelle, wohl die, wo die Aussies wieder herrumdrehten, zumindest waren hier deutliche Spuren eine Wendemanövers zu sehen, war besonders heikel. Hier war eine Schlammpiste von gut 2 km zu durchfahren. Und der Schlamm war verdammt tief. Aber ich schaffte es, zwar nur mit hängen und würgen, aber ich kam durch und erreichte Gregory Downs. Dies ist nur ein Roadhouse, ähnlich einer Autobahnraststätte, und hier war alles versammelt, was Räder hatte. Hier war der Knotenpunkt um von Mount Isa hinauf zur Küste zu kommen und hier endete auch die einzige geteerte Straße. Es waren Trucks, Roadtrains, Jeeps und auch normale PKWs hier und alle waren im Pub. Es waren schon wilde Gestalten, die hier versammelt waren und eigentlich hätte man erwartet, das hier lauter Motorräder einer Gang vor der Tür stehen. Wir gesellten uns zu dem wilden Haufen und tranken etwas. Vom Barkeeper erhielt ich dann die niederschmetternde Nachricht, das die Strecke momentan unpassierbar ist. Bis Burktown könne ich vielleicht noch kommen, aber ab da sei schluß. Schon auf der Strecke nach Burktown würden etliche Trucks und Jeeps im Schlamm stecken und man müsse höllisch aufpassen, das man sich nicht auch dazu gesellt. Nach Hells Gate hinüber würde es noch schlimmer sein und dadurch, das man einige Creeks durchfahren müsse, wäre die sache momentan very riski wie er sich ausdrückte. Damit platzten alle meine Träume. Ich brauchte lange, um Sweety dazu zu überreden, diese Strecke mitzufahren. Sie hat ja bekanntlich etwas angst vor der Tierwelt und vom Bushcamping hält sie auch nichts. Für mich brach eine Welt zusammen. Dies sollte das absolute Highlight werden. Vielleicht kennt ja der eine oder andere das Gefühl, wenn man als Kind vor dem Weihnnachtsbaum sitzt und eigentlich hofft, etwas ganz bestimmtes zu bekommen. Man packt das Geschenk aus und es ist etwas völlig anderes. Genauso fühlte ich mich nun. Einfach mies. Ich glaube Sweety fiel in diesem Augenblick ein kleiner Stein vom Herzen, denn sie war ja sowieso nicht begeistert von dieser Strecke. Entweder wir warteten hier nun auchein paar Tage bis es wieder trockener würde oder wir fuhren zurück. Dies w2aren nun die Möglichkeiten. Doch auch der Wetterbericht verhieß nichts gutes und so machten wir uns auf den Weg zurück. Wir wollten nun die Gravelroad nach Comoonweal nehmen um w3enigsten nicht den riesigen Umweg von 800km über Mount Isa fahren zu müssen, doch auch das schlug fehl. Nach etwa 8 km stießen wir auf eines der gefürchteten Bulldustfelder, bereiche, wo der Untergrund eigentlich nur aus losem deinsten Sand besteht. Da auch dieser nun voll wasser gesogen war, wurde daraus eine Pampe, welche man nicht mehr durchfahren kann. Es wären etwa 10 km gewesen, die ich hier zu durchfahren gehabt hätte, aber nach bereits 1 km gab ich auf. Hier war kein durchkommen. Der Wagen grub sich fast bis zu den Türen ein und nur mit größter Geschicklichkeit kam ich hier wieder herraus. Auf dem Weg von Lawn Hill nach Gregory Downs, hatte ich wenigstens noch ab und zu die Möglichkeit einige hundert Meter neben der Piste durch den teilweise lichten Wald zu fahren, wo der Untergrund durch die Wurzeln und Gräser etwas fester war, aber hier war nichts außer Bulldust und das auch neben der Piste. Im Bulldust wächst nunmal nichts. Nun begann mein Leidensweg und meine bittere Enttäuschung schlug teilweise in Wut um. Es regnete zwar nicht mehr, aber deie Wolken am Himmel verhießen auch nichts gutes. Nun, machen wir es kurz. Ich fuhr also über die geteerte Straße zurück nach Mount Isa, ein Umweg von fast 800 km durch öde Weidelandschaft, ohne Hügel, ohne Attraktionen und ohne irgendwas. Vielleicht sah ich es vor lauter Enttäuschung auch nicht, aber so war es nunmal. Aber diese 800 km waren noch nicht eimal das Schlimmste. Ich hatte extra ei9nen Allradcamper genommen und den wesentlich höheren preis dafür in kauf genommen um eine große Strecke 4 WD zu fahren und das wäre dann dieser Teil der Strecke geworden. Von Gregory Downs über Burktown, Hells Gate, Boolorolooa weiter nach Robers Bar. 1000km unberührte Landschaft, immer am Gulf of Carpentara entlang. Wildniss pur, Flußdurchfahrten, Bushcamping und hier wollte ich auch Fischen. All das sollte nun nicht sein und ich sollte morgen dann die langweiligsten Kilometer in Australien fahren. Von Mount Isa aus über den Barkley Highway hin zu Stuart Highway. Durch eine Landschaft, welche eigentlich nur aus dürren Wiesen besteht, in denen gelegentlich mal ein Baum wächst und die total Eben ist. Aber das dann morgen.

Wetter: regnerisch und bewölkt. Abends etwas aufgelockert, warm ca. 25 Grad

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